Ausbildung bei Schnaithmann Maschinenbau: Hohe Ausbildungsquote trotz Corona

Die Schnaithmann Maschinenbau GmbH beliefert mit einer Exportquote von 50 Prozent Firmen in aller Welt mit Transfer- und Montageanlagen. Das Familienunternehmen hat rund 280 Mitarbeiter. Die Ausbildung spielt bei Schnaithmann von jeher eine große Rolle, was sich in der hohen Ausbildungsquote von rund 15 Prozent widerspiegelt. Auch während der Corona-Krise gehen die Ausbildungsprojekte weiter.

Ausbildungsleiter Horst Klenk mit Auszubildenden in der Lehrwerkstatt von Schnaithmann in Remshalden.

Engin Hergül, stellvertretender Ausbildungsleiter bei Schnaithmann, mit einer Auszubildenden.

Ein Auszubildender an der Montageanlage „ROTAAS“ in der Lehrwerkstatt von Schnaithmann. Auf der Montageanlage werden LED-Taschenlampen aus Einzelteilen automatisch montiert.

Einzelteile einer LED-Taschenlampe auf einem Werkstückträger.

Die Schnaithmann Maschinenbau GmbH mit Sitz in Remshalden bei Stuttgart ist Systemlieferant für Automatisierungstechnik. Mit einer Exportquote von 50 Prozent beliefert Schnaithmann Firmen in aller Welt mit Transfer- und Montageanlagen. Das Familienunternehmen hat rund 280 Mitarbeiter. Die Ausbildung spielt bei Schnaithmann von jeher eine große Rolle, was sich in der hohen Ausbildungsquote von rund 15 Prozent widerspiegelt. Auch während der Corona-Krise gehen die Ausbildungsprojekte weiter.

„Für uns war es wichtig, trotz Corona die Ausbildungsrahmenpläne in der Lehrwerkstatt einzuhalten und unsere Auszubildenden möglichst gut auf den Einsatz als Facharbeiter vorzubereiten“, sagt Engin Hergül, stellvertretender Ausbildungsleiter bei Schnaithmann. Der Meister für Feinwerkmechanik hatte bei Schnaithmann selbst eine Ausbildung als Industriemechaniker gemacht und war später als Teamleiter in der Montage tätig. Seit 1. Juni 2020 steht er dem Ausbildungsleiter Horst Klenk zur Seite. „Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, wurden unsere Auszubildenden in zwei Gruppen eingeteilt, die im wöchentlichen Rhythmus anwesend waren. In der Zeit der Schulschließung und Gruppentrennung wurden die Azubis auch bezahlt freigestellt. Bei einem Corona-Verdacht oder bei einer möglichen Infektion wäre dann nur eine Gruppe betroffen gewesen. Somit konnten wir sicherstellen, dass interne und externe Projekte nicht leiden, sondern fach- und termingerecht fertig gestellt werden konnten. Auch in der Lehrwerksatt gelten natürlich die offiziellen Handlungsanweisungen zum Umgang mit dem Virus. Da unsere Auszubildenden an verschiedenen Projekten zusammenarbeiten, kommt es auch immer wieder zu Situationen, in denen die Maskenpflicht eingehalten werden muss.“

Obwohl auch der Remshaldener Mittelständler starke Einschränkungen durch die weltweite Pandemie verkraften und Kurzarbeit einzuführen musste, werden weiter Projekte in der Lehrwerkstatt durchgeführt. Eins von den größeren Projekten ist die Montageanlage „ROTAAS“. Auf dieser Anlage werden LED-Taschenlampen aus Einzelteilen automatisch montiert. Auszubildende aus dem 4. Lehrjahr in den Berufen Industriemechaniker/in, Elektriker/in, Mechatroniker/in und Technische Produktdesigner/in waren an dieser Anlage tätig. Auszuführen waren mechanische, elektrische und Programmier-Aufgaben. „Aus diesem Projekt und den verschiedenen Aufgaben wurden auch die betrieblichen Aufträge für den Teil 2 der Abschlussprüfungen ausgewählt“, sagt Klenk. „Nach den bestandenen Prüfungen übernahmen die Auszubildenden des 3. Lehrjahrs das Projekt. Sie arbeiten sich nun ein, bauen diverse mechanische Optimierungen und elektrische Erneuerungen ein und bringen natürlich ihre eigenen Ideen nach Absprache mit uns Ausbildern oder den Fachabteilungen ein.“

Ein weiteres Projekt betraf die durch Corona erforderlichen Hygienemaßnahmen. „Für die Betreuung der Kinder unserer Mitarbeiter während der Sommerferien haben unsere Auszubildenden zwei mobile Waschbecken entworfen und aufgebaut. So können sich die Kinder in den Betreuungsräumen regelmäßig die Hände waschen und die Hygieneregeln einhalten“, sagt Klenk. „Ein weiteres Projekt, das wir gemeinsam mit der Max-Eyth-Schule in Stuttgart realisiert haben, war ein Desinfektionsständer für die Schüler. Unsere Azubis fertigten kurzfristig einen Prototypen und lieferten zwei Tage später zwölf Stelen mit Desinfektionsständern für die Schule: eine flexible und kostengünstige Lösung, die der Schule so rechtzeitig vor Schulstart zur Verfügung stand.“

Sehr stolz ist das ganze Ausbildungsteam auf die 12 Absolventen, die bei der Winter- und Sommerprüfung hervorragende Prüfungsergebnisse erzielten. Für das neue Ausbildungsjahr, das im September 2020 beginnt, kann Schnaithmann seine  Ausbildungsquote von 15 Prozent halten: Ausbildungsplätze gehen trotz der Pandemie nicht verloren. Im September begrüßt die Lehrwerkstatt zehn neue Auszubildende in den Berufen Industriemechaniker/in, Elektroniker/in für Automatisierungstechnik, Mechatroniker/in, Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau, Fachkraft für Lagerlogistik und Fachkraft für Metalltechnik. Zusammen mit den 26 Auszubildenden der vorherigen Jahrgänge lernen dann bei Schnaithmann 36 junge Menschen in acht Berufen. „Wir freuen uns auf die Neuen und wünschen ihnen und uns allen viel Spaß und eine großartige Lehrzeit bei der Firma Schnaithmann“, sagen die beiden Ausbildungsleiter. „Für den Ausbildungsanfang im September 2021 werden aktuell schon erste Vorstellungsgespräche geführt.“

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